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Mister Aufziehvogel

April 27, 2013

Es handelt sich um einen Roman von Haruki Murakami, der es in sich hat.

Wer Haruki Murakami ist, muss man nicht mehr erzählen, spätestens, seit sich das „Literarische Quartett“ wegen ihm zerstritt, als es über seinen Roman „Gefährliche Geliebte“ sprach, rückte der japanische Schriftsteller ins Bewusstsein der deutschsprachigen Leser, aber hier soll es um den Roman „Mister Aufziehvogel“ gehen.

Wie häufig bei Haruki Murakami fühlt man sich auch beim Lesen dieses Romans, als sei man in einem Film von David Lynch.
Der Wirklichkeiten gibt es viele und schöne Namen auch.

Der „Held“ ist der Arbeitslose Toru Okada, dem läuft dann auch noch seine Frau Kumiko weg, die hat einen bösen Bruder, der macht eine politische Karriere und raubt Kreta Kano, das ist die Schwester von Malta Kano, ihr Wesen, da ist die, die Muskat genannt wird und einen Sohn hat, der nicht mehr spricht, das ist der Zimt, da ist ein alter Mann mit nur einer Hand, der aus den Tagen des Krieges erzählt, schlimme, grausame Dinge, da ist die May Kasahara, die dem Toru Okada den Namen Mister Aufziehvogel gibt und sie hält zu ihm und hat, trotzdem sie noch jung ist, wie alle Personen in diesem Buch (vielleicht ist es ja auch außerhalb des Buches so, aber damit kenne ich mich nicht aus) ein schweres Gewissen und wichtig ist der Brunnen, ein Brunnen der trocken ist, in den man hinabsteigt, sich der Dunkelheit übereignet, bis man durch die Brunnenwand hindurch in eine andere Wirklichkeit gelangt, da ist dann ein Zimmer (natürlich noch viel mehr, man kennt das ja von den anderen Wirklichkeiten), das hat die Nummer 208 und an dessen Tür klopft es, als schlüge da wer mit einem Hammer mit nur einem Schlag einen Nagel ins Holz und eine Frau ist in dem Zimmer, die ist alle Frauen, die Toru Okada begegneten, in einer Person, aber man kann durch die Wand wieder zurück in die „richtige“ Wirklichkeit, im Roman die Jahre 1984 und 1985 und Malta Kano trägt da einen roten Hut und der Kater ist weg und kommt irgendwann wieder und hat aber, das ist nicht ganz sicher, einen falschen Schwanz und ein Baseballschläger ist wichtig und ein Mann, der ist ganz schwarz angezogen, klettert auf einen Baum und ist weg und Toru Okada hat ein Mal an der Wange und der Vater von Muskat, ein Tierarzt, der aus dem Krieg nie wiederkehrt, hat dieses Mal auch und klassische Musik gibt es viel und wie das damals war mit den Computern und die Träume sind niemals sicher und auf die Häuser ist auch kein Verlass mehr und von Pferden, die in Ställen sterben und Briefen, die aus den Bergen kommen und einem Vogel, der – egal was passiert – jeden Morgen die Welt aufzieht und noch tausend Geschichten dazu.

Haruki Murakami – „Mister Aufziehvogel“, ein Roman, der es in sich hat.

Viel Spaß beim Lesen.

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2 Kommentare
  1. Kirsten Kunert permalink

    Klingt interessant, wenn auch etwas verworren. Schade, daß es gerade keine lieferbare Ausgabe dieses Buches gibt.

    • aber klar gibt es die 🙂 ein taschenbuch bei btb sollte lieferbar sein!
      allerdings muss ich sagen, dass mir nach andauerndem und anstrengendem lesen nicht viel blieb, außer der tatsache, dass der typ jeden tag im brunnen sitzt. allerdings habe ich auch mit dem untypischsten murakami (die gefährliche geliebte) angefangen und war danach von der vollen ladung der von mir so getauften „vierten dimension“ eher erschlagen.

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