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Die Bäckerin ist weg

August 18, 2012

ICH: Wo ist denn heute meine Bäckerin?
IHRE MUTTER: Ich denke, das geht Sie gar nichts an.
ICH: Und ob mich das was angeht. Ich bleibe hier, bis ich sie gesprochen habe.
IHR VATER: Jungchen, entweder Du kaufst jetzt was und gehst – oder Du gehst, ohne etwas gekauft zu haben.
ICH: Vor Ihnen habe ich schon lange keine Angst mehr, mein Herr.
EINE RIESIGE TORTE: hminihmpü.
ICH: Was war das?
IHR VATER: Was war was?
IHRE MUTTER: Nichts, was soll gewesen sein?
ICH: Die Torte hat doch gehminihmpüt.
IHR VATER: Also der Typ ist noch verrückter, als ich dachte.
ICH: Lassen Sie mich durch, ich will in die Torte reingucken!
IHRE MUTTER: Finger weg! Das ist die Torte für das Schützenfest.
DIE RIESIGE TORTE: himfe. hia pin i.
ICH: Jetzt habe ich es aber ganz deutlich gehört. Zur Not werde ich kämpfen.
IHR VATER: Du willst mit mir kämpfen?
ICH: Ich zähle bis drei und wenn Sie mich dann nicht an die Torte lassen …
IHR VATER: … dann zählst Du weiter bis vier oder fünf oder sechs?
ICH: Wenn Sie so schlecht boxen, wie Sie Witze reißen, dann schicke ich Sie in der ersten Runde auf die Bretter.
IHRE MUTTER: Ich verlade die Torte jetzt in den Transporter.
DIE RIESIGE TORTE: nooiin.
IHRE MUTTER: Los, geben Sie den Weg frei!
IHR VATER: Au! Der Kerl hat mich mit einem Dinkelbrot beworfen.
ICH: Und das war erst der Anfang.
DIE RIESIGE TORTE: beissinmichrein!
IHRE MUTTER: Wehe, Sie beißen die Torte!
IHR VATER: Er hat mich voll erwischt mit dem Dinkelbrot.
IHRE MUTTER: Da! So mache doch was! Er isst sich von außen in die Torte rein.
IHR VATER: Ich muss meinen Kopf kühlen und nach Luft schnappen.
ICH: Liebste – hörst Du mich? Du musst Dich von innen nach außen essen, es geht hier um alles.
IHRE MUTTER: Gleich fällt die schöne Torte in sich zusammen.
DIE RIESIGE TORTE: pfuuummp!
BÄCKERIN: Ich bin frei!
ICH: Wir sind voller Torte.
BÄCKERIN: Ja, von außen und innen.
ICH: Komm mit mir – wir gehen uns im Fluss baden.
BÄCKERIN: Du hast mich gerettet, ich sollte nämlich heute auf dem Schützenfest aus der Torte springen.
ICH: Wer hätte gedacht, dass mein Talent, große Mengen zu essen, je nützlich sein würde?
IHRE ELTERN: Da gehen sie hin, haben die Torte zerstört, verlassen das Schlachtfeld in schmutzigen Kleidern und wir müssen das Chaos beseitigen.

Und wenn Sie heute zwei dickere Menschen nackt im Rhein baden sehen, können Sie wissend lächeln, weil Sie deren Geschichte nun kennen.

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2 Kommentare
  1. Uschi K. permalink

    Ich finde keine Worte,nur ganz viel Lächeln!

  2. Was für eine geschmackvolle Befreiungsaktion : )

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